RIMMERS Bremskit Nr. 3

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P.L.S.-Felge Vor geraumer Zeit erwarb ich bei den Rimmer Brothers in England gegen stolze £382,- den Bremskit Nr. 3 (RB7117), welcher - wie im Katalog vermerkt - aber mindestens 14" Felgen benötigt. Dies war aufgrund der bei mir montierten 15" P.L.S.-Felgen kein Problem bzw. der Grund, warum ich die höchste Evolutionsstufe wählte. Da sich die Montage des Kits dann doch als sehr aufwendig erwies, nachfolgend die Auflistung sowie Lösungen der Probleme.


Problemschema Problem 1:
An den Felgen mußte ein 3,0 x 3,0 mm großes “Stück” abgedreht werden, da der Bremssattel ansonsten die Felge berührt hätte.

Problem 2:
Die Radnabe, welche die Bremsscheibe aufnimmt, mußte um 0,1 mm abgedreht werden, da die Bremsscheibe nicht mal mit Gewalt montierbar war.

Der äußere Umfang der Radnabe (Richtung Felge) mußte ebenfalls um 3,0 mm abgedreht werden, da zwischen Radnabe und Bremssattel nur 0,2 mm Luft geblieben waren, was mir zu wenig erschien.

Problem 3:
Die Bremsscheiben wurden zwar als Neuteile geliefert, hatten aber einen Schlag, so daß beim Bremsen ab 80 km/h das Lenkradflattern so stark war, daß einem die Uhr vom Handgelenk geschüttelt wurde. Es blieb nichts weiter übrig, als die neuen Bremsscheiben am Fahrzeug abdrehen zu lassen.

Problem 4:
Die mitgelieferten Haltestifte für die Bremsbeläge waren so ausgelegt, daß sie normalerweise durch die darunter liegenden Federn so massiv nach oben gedrückt werden, daß sie auch ohne Anschlag an den Enden auskommen.

Rimmers Brakekit Nr. 3 Die Federn waren aber nicht die passenden und somit schlabberten die Haltestifte lose in ihren Führungen, was man so nicht lassen konnte. Selbst bei funktionierenden Federn halte ich diese Lösung für äußerst bedenklich, denn wenn die Federn im Laufe der Zeit durch Verschleiß nachlassen, können sie sich die Stifte per Vibration problemlos rausschütteln.

Also auch hier die Drehbank angeworfen und neue fertigten lassen. Zum einen mit dem richtigen Durchmesser und zum anderen mit kleinen Löchern für Sicherungssplinte an beiden Enden.

Da die Federn nicht paßten, mußte ich sie gegen andere aus dem Kfz-Teilehandel ersetzen. Sie haben ja schließlich auch die Funktion, die Bremsklötze im Ruhebetrieb leicht von der Bremsscheibe abzuheben, um Beläge und Scheibe nicht unnötig zu verschleißen.

Problem 5:
Bei Abschirmblech, welches zum Schutz der Bremsscheibe dient, mußte die rechtwinklige Kröpfung flachgekopft (damit die Scheibe nicht streift) und neu lackiert werden. Weiterhin mußte ich die Köpfe der drei Bestigungsschrauben diese Blechs so weit abflexen, daß sie gerade noch mittels einer Nuß bewegbar sind.

Schlußbemerkung:
Nach Lösung aller Probleme funktioniert alles sehr gut und mit sehr starker Bremsleistung. Auch braucht man nicht unbedingt den Bremskraftverstärker vom TR8 oder ROVER 3.5 einzubauen. Ich habe zwar diesen Umbau in Vorbereitung, aber nur aus zur reinen Testzwecken.

Der Einbau von 4-Gang-Radbremszylindern hinten ist ebenfalls nicht notwendig, da das Auto durch diese zum Überbremsen neigt, vor allem bei nasser Fahrbahn. Abschließend nun noch für alle, die es gerne in Zahlen sehen möchten, die Bremskraftverteilung:

5-Gang
Radbremszylinder:
  • vorne 215kp
  • hinten 120kp
  • Handbremse 100 kp


4-Gang
Radbremszylinder:
  • vorne 200kp
  • hinten 135kp
  • Handbremse 140kp

Salvatore Rotondo

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