Die Kurbelwelle hält bei ausreichender Ölversorgung und sorgfältigem Warmfahren ohne weiteres 150.000 und mehr km aus. Im Rahmen einer Revision sollte man sie aber plasmanitrieren, um die Laufflächen noch härter zu machen. Anschließend sollte die Welle mit montierter Schwungscheibe, neuer Kupplungseinheit und Riemenscheibe dynamisch feingewuchtet werden.
| Selbstverständlich steht vor dieser Behandlung noch die Überprüfung der Laufflächen und ggf. ein abdrehen der Kurbelwelle auf das nächste Lagermaß an. Die originalen Lager sind für die hätere Lauffläche nach der Nitrierkur zu weich, weshalb wir auf Dreistofflager der Firma VANDERVELL Ltd., Norden Road, Maidenhead, Berks, SL6 4BG England, wechseln. |
Wer will, kann die recht massive Schwungscheibe durch Abdrehen oder Durchlöchern erleichtern. Dies bringt ein besseres Hochdrehen aber auch schnelleres Abfallen der Drehzahl, sprich ein unter Umständen nervöses Gasverhalten.
Bei der Montage der Kurbelwelle muß unbedingt auf die richtigen Einbau der Halbmonde für das Axialspiel geachtet werden, da ansonsten irreparabele Schäden am Motorblock auftreten, denn die eine Seite ist legiert (hart) und die andere nicht (weich).
Für den Fall, daß das Hauptlagermaß kleiner 52,984mm oder das Pleullagermaß kleiner 43,434mm werden muß, hilft nur Material "aufschweißen" und anschließendes Abdrehen auf Sollmaß. In diesem Fall macht es dann auch Sinn, über eine edlere Legierung wie z.B. Teflon als Material beim Aufschweißen nachzudenken.